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error 500 wordpress plugin über ftp deaktivieren

WordPress-Website nach Plugin-Update zerschossen?

Inhaltsangabe

So rettest du deine Website (Schritt-für-Schritt)

Du wolltest nur mal kurz deine Plugins aktualisieren, klickst auf „Update“ – und plötzlich ist alles weg. Statt deiner Website siehst du nur noch eine weiße Seite oder die gefürchtete Meldung: „500 Internal Server Error“.

Keine Panik! Deine Daten sind noch da. In dieser Anleitung zeige ich dir, wie du den Fehler in wenigen Minuten selbst behebst, auch wenn du kein Technik-Profi bist.

Quick-Check: Die 3 schnellsten Rettungswege

Wenn es brennt, probiere diese Schritte in dieser Reihenfolge:

  1. E-Mail-Postfach prüfen: Hat WordPress dir eine Mail zum „Wiederherstellungsmodus“ geschickt? Klicke auf den Link, um wieder Zugriff auf deine Website zu bekommen.
  2. Plugin via FTP deaktivieren: Den Ordner des Übeltäters umbenennen.
  3. PHP-Version checken: Passt die Server-Einstellung noch zum Plugin?

Rettungsweg 1: Der WordPress-Wiederherstellungsmodus (der einfachste Weg)

Seit Version 5.2 erkennt WordPress oft selbst, wenn ein Plugin das System abschießt.

  • Prüfe deine Admin-E-Mail: Du erhältst oft eine Nachricht mit dem Betreff „Deine Website hat technische Probleme“.
  • Nutze den Link: In der Mail ist ein spezieller Link, mit dem du dich in einem geschützten Modus im Backend anmelden kannst.
  • Deaktivieren: WordPress zeigt dir dort direkt an, welches Plugin den Fehler verursacht hat. Klicke auf „Deaktivieren“ – und deine Seite läuft wieder.
  • Manuelles Update: Lade dir das Plugin jetzt manuell von WordPress runter und installiere/aktiviere es. Wenn es dir jetzt wieder die Website zerschießt, ist der Fehler nicht durch den Update-Vorgang entstanden, sondern das Plugin ist nicht mehr mit deiner Website kompatibel. Das kann z. B. an einer zu alten PHP-Version liegen oder an einem anderen Plugin oder deinem Theme.

Rettungsweg 2: WordPress Plugin über FTP deaktivieren (die Holzhammer-Methode)

Wenn du keine Mail erhalten hast oder nicht mehr ins Backend kommst, ist FTP dein bester Freund (z.B. mit Tools wie FileZilla oder Cyberduck).

  • Verbinde dich mit deinem Server und navigiere zum Ordner /wp-content/plugins/.
  • Wenn du nur ein Plugin geändert hast, suche den Ordner des Plugins, das du gerade aktualisiert hast. Wenn du einen ganzen Schwung Plugins aktualisiert hast, gehe sie einzeln durch oder knüpf dir den plugins-Ordner vor.
  • Benenne den Plugin-Ordner um: Ich hänge hinten immer ein „-doof“ an, also plugins-doof.
  • Ergebnis: WordPress findet das Plugin oder den ganzen Plugin-Ordner nicht mehr und deaktiviert es automatisch. Deine Website sollte nun wieder laden.
  • Du kannst jetzt wieder ins Backend: Aktiviere ein Plugin nach dem anderen, bis die Website wieder „kaputt geht“. Dieses zuletzt aktivierte Plugin ist der Übeltäter.
  • Manuelles Update: Lade dir das Plugin jetzt manuell von WordPress runter und installiere/aktiviere es. Wenn es dir jetzt wieder die Website zerschießt, ist der Fehler nicht durch den Update-Vorgang entstanden, sondern das Plugin ist nicht mehr mit deiner Website kompatibel. Das kann z. B. an einer zu alten PHP Version liegen oder an einem anderen Plugin oder deinem Theme.

Rettungsweg 3: PHP-Version und Server-Limits anpassen

Manchmal liegt es nicht am Code des Plugins, sondern an der Server-Umgebung:

  • PHP-Version aktuell halten: Viele moderne Plugins benötigen mindestens PHP 7.4, viele aber auch schon 8.0+. Prüfe bei deinem Hosting-Anbieter (z. B. bei Strato, IONOS oder All-Inkl, Mittwald, Webgo), ob eine veraltete Version aktiv ist. Alle 12 Monate solltest du prüfen, ob deine PHP-Version noch aktuell ist, und die von deinem Hoster empfohlene Version aktivieren. Auch weil Hosting-Anbieter dir für alte PHP-Versionen eine zusätzliche monatliche Gebühr abknüpfen. Unnötig.
  • Memory Limit hochsetzen: Wenn ein Plugin zu viel Arbeitsspeicher frisst, bricht der Server ab. Ein Upgrade auf 256MB oder 512MB wirkt oft Wunder.
    1. Du kannst dazu in deine wp-config.php folgende Zeile einfügen: define(‚WP_MEMORY_LIMIT‘, ‚256M‘); 
    2. Oder du erstellst mit dem Text-Editor eine Datei php.ini, fügst die Zeile memory_limit = 256M; ein und lädst sie via FTP in dein Hauptverzeichnis (meist / oder /htdocs).

Die Fehleranalyse (WP_DEBUG)

Wenn du so richtig abnerden willst und du trotz weißer Seite noch klar denken kannst, dann kannst du den Debug-Modus von WordPress aktivieren, um herauszufinden, welches Plugin schuld ist und warum.

  1. Öffne die Datei wp-config.php in deinem Hauptverzeichnis via FTP.
  2. Suche die Zeile: define( ‚WP_DEBUG‘, false );
  3. Ändere sie in: define( ‚WP_DEBUG‘, true );
  4. Lade deine Website neu. Statt der weißen Seite siehst du nun Fehlermeldungen. Suche nach Begriffen wie „Fatal Error“ und dem Pfad eines Plugins. Jetzt weißt du genau, wer der Übeltäter ist und was nicht funktioniert hat!

Zusammenfassung & Prävention

Du siehst, ein Error 500 ist nervig, aber fast immer leicht zu lösen. Damit es beim nächsten Mal entspannter läuft oder es gar nicht wieder dazu kommt:

  • Backups vor jedem Update! (z. B. mit UpdraftPlus).
  • Staging-Umgebung: Teste Updates erst auf einer Kopie deiner Seite.
  • Plugins regelmäßig aktualisieren: Nicht alle paar Jahre, sondern am besten 1 Mal pro Monat!
  • Plugins einzeln aktualisieren: So weißt du sofort, wer den Fehler verursacht hat.
  • PHP-Version aktuell halten.

Kommst du bei einem Schritt nicht weiter? Schreib es mir in die Kommentare oder schick mir eine Nachricht!

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